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Der Beginn unserer Weltreise

Wie man immer so schön sagt, ist aller Anfang schwer und genau das war auch der Anfang unserer Weltreise.

Der Anfang der Reise war zugleich auch das Ende einer langen und zum Schluss auch sehr stressigen Vorbereitungszeit. Doch so schwer die Vorbereitungen am Ende auch waren, der Abschied von unserer Familie und unseren Freunden war noch viel schwerer.

Nach dem Verabschiedungsmarathon und einigen vergossenen Tränen ging es am 26.03.2021 endlich zum Flughafen. Eigentlich hätten wir erst am 28.03. fliegen sollen, aber leider wurde unser Anschlussflug in Dubai kurzfristig um über 30 Stunden verschoben, sodass wir uns aufgrund einer besseren Flugverbindung dazu entschieden bereits zwei Tage früher zu fliegen.

Am Flughafen angekommen gingen der Check-In und die Sicherheitskontrolle recht schnell über die Bühne. Dies bedeutete aber auch, dass wir noch gut zwei Stunden bis zum Boarding am Flughafen rumkriegen mussten. Da aufgrund der aktuellen Corona-Lage die meisten Shops geschlossen hatten, gingen wir direkt weiter in Richtung Gate. Dort wurde uns das erste Mal bewusst, wie leer der Flughafen war. Von der Sicherheitskontrolle bis zu unserem Gate kamen uns maximal zehn andere Personen entgegen. Wir gingen noch ein paar Meter weiter bis zur Wartehalle ganz am Ende. Dort saßen wir über eine Stunde am Fenster und versuchten erstmal alles sacken zu lassen. Die Stille war schon fast gruselig. In der ganzen Zeit, in der wir dort saßen, sahen und hörten wir nicht eine Menschenseele. Doch als das Boarding näherkam, tauchten plötzlich die anderen Passagiere auf und wir sagen mal so, wenige waren das nicht. Das Flugzeug in Richtung Dubai war bis auf wenige Sitzplätze komplett voll. Scheint wohl tatsächlich zu stimmen, dass es den einen oder anderen Influencer in Zeiten von Corona nach Dubai verschlägt.

Flughafen Hamburg Corona
Flughafen Hamburg: Als wir noch dachten, wir hätten das Flugzeug für uns alleine.

Als wir den Flieger betraten (eine Boeing 777-300, gefühlt 50 Jahre alt (relevante Randbemerkung des ehemaligen Airbus-Mitarbeiters Wladi)), haben wir schnell gemerkt, dass einige Menschen auch ein Jahr nach Beginn der Pandemie noch nicht verstanden haben, wie man eine Maske richtig trägt. Viele Personen trugen die Maske unter der Nase oder später während des Fluges auch einfach mal gar nicht. Obwohl nach dem Start in drei verschiedenen Sprachen auf die Maskenpflicht hingewiesen wurde, wurde diese leider durch die Crew nicht kontrolliert. Neben der Maskenpflicht wurde zu Beginn des Fluges auch darauf hingewiesen, bitte zwei Meter Abstand zu anderen Passagieren zu halten, was für ordentlich Gelächter bei Lena und dem fremden Menschen ca. zehn Zentimeter neben ihr sorgte.

Insgesamt müssen wir leider sagen, dass wir uns auf dem Flug eher unwohl gefühlt haben und von vorherigen Flügen mit Emirates eigentlich etwas anderes erwartet hätten. Auch der Service war leider nicht so wie wir es von anderen Flügen kannten. Dafür hätten wir in Zeiten von Corona generell noch Verständnis gehabt, aber das komplett volle Flugzeug, in Kombination mit der nicht vorhandenen Kontrolle der Maskenpflicht, war dann doch etwas viel. Das einzig Positive und durchaus auch das Wichtigste war, dass wir sicher in Dubai gelandet sind.

Nach 2 ½ Stunden Aufenthalt und zwei Bier, für die uns eine Rechnung über 25 € hingelegt wurde, gingen wir mit der gleichen guten Laune Richtung Boarding, mit der wir das vorherige Flugzeug verlassen hatten 😊.

Wer jedoch denkt der zweite Flug war besser, der irrt sich. Zwar war der Flug zum Glück nicht so voll wie von Hamburg nach Dubai, jedoch war das Maskenthema hier noch um einiges schlimmer. So ging nur ein paar Meter vor uns ein junges Pärchen mit Maske unterm Kinn durch das Boarding, dann in den Flieger und an ihren Platz, ohne auch nur ein einziges Mal ermahnt zu werden.

Nach dem Start hatte Wladi irgendwann die Faxen dicke und fragte die Stewardess, ob manche Passagiere, wie unter anderem das genannte Pärchen, einen Sonderstatus hätten, was das Tragen von Masken angeht. Daraufhin erwiderte sie, dass ihr das gar nicht aufgefallen sei und sie die Personen nun darauf hinweisen würde. Man muss dazu sagen, dass das Pärchen der Stewardess beim Start direkt gegenüber saß… Also gut, die beiden wurden darauf hingewiesen und keine 10 Minuten später waren die Masken dann auch wieder ab und bis zum Ende des Fluges wurde das auch von keinem Crewmitglied mehr kommentiert.  

Alles in allem war auch dieser Flug leider eine glatte sechs. Vielleicht hatten wir einfach Pech und mit Sicherheit laufen aktuell auch nicht alle Flüge so ab, aber wir sind ganz froh, dass das Thema fliegen fürs Erste erledigt ist.

Soooo und dann waren wir nun endlich da !!!

Colombo die Hauptstadt von Sri Lanka.

Nachdem wir unser Gepäck vom Band geholt hatten, wurden wir am Ausgang auch schon freundlich von unserem Fahrer begrüßt und zum Auto geführt. Denn nach insgesamt fast elf Stunden Flug und dem Aufenthalt in Dubai ging es dann nochmal für knapp 3 ½ Stunden auf die sri lankischen Straßen.

Leute das war nichts für schwache Nerven.

Abgesehen davon, dass es für uns als Deutsche sowieso schon komisch ist, auf der linken Seite zu fahren, fuhren auch einfach alle kreuz und quer durcheinander. In Kurven wurden ganze Kolonnen von Rollern, Tuk Tuks und LKWs überholt, die natürlich alle langsamer fuhren als der Schumi, der bei uns das Steuer in der Hand hatte. Insgesamt erinnerte der Straßenverkehr sehr an Mario Kart, wo einfach jeder jede Spur benutzt, um möglichst schnell ins Ziel zu kommen. Entgegenkommende Autos machten gerne Platz, was man jedoch von den Kühen, Hunden und vor allem Bussen nicht erwarten durfte. Schumi hatte zum Glück alles im Griff und wir kamen dann auch nach diesem Abenteuer irgendwann sicher im Hotel an, wo wir bei 32 Grad von einem Angestellten in Ganzkörperschutzanzug mit Handschuhen, Maske und einem Schutzvisier empfangen wurden.

Nachdem uns unser wirklich schöner Bungalow gezeigt wurde und wir etwas zu Mittag gegessen hatten, kam nachmittags ein mobiles Labor in unser Hotel, um uns den ersten von insgesamt drei PCR-Tests während der Hotelquarantäne abzunehmen. Obwohl das Ergebnis erst am nächsten Tag vorliegen sollte (Spoiler Alert: negativ), durften wir uns nach dem Test frei in der Anlage und sogar an den Strand bewegen.

Nach fast 40 Stunden ohne Schlaf fielen wir abends todmüde, aber sehr glücklich, in unser Bett.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Anna

    Danke, dass ihr uns an eurer Reise teilnehmen lasst, bitte mehr Fotos posten, das wäre TOLLLLLL!!!!!

    1. Wir machen ganz viele Fotos und dann kommen in den nächsten Beiträgen auf jeden Fall ein paar mehr 🙂

  2. Regina

    Ich bin begeistert von eurem Blog. So super und interessant geschrieben! Freue mich schon auf die nächsten Beiträge.

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